Lali Puna



Sängerin Valerie Trebeljahr gründet LALI PUNA im Jahr 1998. Nachdem deren Girl-Band L.B.Page sich kurz zuvor auflösen, spielt Valerie als Ausgleich mit dem 4-Spur-Gerät herum und entwickelt so erste Tracks. Kurz darauf steigt Markus Acher (The Notwist, Tied & Tickled Trio, 3Shades) als zweites Bandmitglied ein, und die Sache kommt langsam ins Rollen. Als Ergebnis dieser gemeinsamen Soundexperimente erscheint noch im selben Jahr als erstes Vinyllebenszeichen der Band die Single “Snooze” auf dem Münchener Label Hausmusik Band die Single “Snooze” auf dem Münchener Label Hausmusik. Als die “Band” dann zwecks Live-Darbietung der Songs eine Band benötigt, finden sich im heimischen Weilheimer Talentpool schnell die geeigneten Mitstreiter: Christoph Brandner (Console, Tied & Tickled Trio) am Schlagzeug und Florian Zimmer (Iso 68, Fred Is Dead) an den Keyboards – Valerie konzentriert sich nun vor allem auf ihren unverwechselbaren Lali Puna-Gesang – komplettieren das erste vollständige Line Up der “Weilheim-Supergroup”.

1999 erscheint der noch wenig beachtete erste Longplayer der Band “Tridecoder”. Größere Aufmerksamkeit beschert ihnen 2001 die zweite LP/CD mit dem bezeichnenden Titel “Scary World Theory”, in der Valerie textlich auch politsich zu verschiedenen Dingen Stellung bezieht. Eine Haltung, die ihr persönlich sehr wichtig ist, da eine Band ihrer Meinung nach “eine Haltung haben muss.” Die kritischen Texte stehen oftmals in irritierender Spannung zu den überwiegend wunderschönen Songs und Melodien.

2002 verlässt Florian Zimmer LALI PUNA, um sich wieder vermehrt seiner Band ISO 68 zu widmen, an seine Stelle tritt Christian Heiß. Auch musikalisch bewegen sich LALI PUNA nun in eine neue Richtung – mehr und mehr kommen verzerrte Gitarren zum Einsatz, was sich auf einem Tonträger erstmals in der “Left Handed”-EP ihres Labels Morr Music manifestiert. Die 2004 erscheinende und bislang wohl ausgereifteste Platte der Band “Faking the Books” geht diesen Weg konsequent weiter und beschert den Hörern von beinahe schon rotzigen Uptempo-Nummern bis hin zu fragilen Electropop-Songs die ganze Palette LALI PUNA’schen Schöpfertums.

Dass die Arbeit am Nachfolgealbum “Our Inventions” ganze sechs Jahre verschlingt, liegt auch daran, dass die LALI PUNA-Bandmitglieder an zahlreichen Nebenprojekten werkeln, Remixe für andere Künstler anfertigen und stets Anfragen für Live-Auftritte Rechnung tragen müssen. Das Album erschien schließlich 2010.

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